Gespräche mit der Landtagsfraktion von Bündnis 90/ Die GRÜNEN

Am 2. Juni 2009 gab es zwischen dem Landesvors tzenden Adam Strauß und der stellv. Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen im Hessischen Landtag Kordula Schulz-Asche einen intensiven Meinungsaustausch. Vorstandsmitglied Alexander Turbanisch begleitete den Landesvorsitzenden.



Gegenstand des Gesprächs war vor allem die Umsetzung der Inhalte des europäischen Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten - vor allem in Bereichen Vorschule, Schule und dem Umfeld „von Schule zum Beruf“ - in den hessischen Kommunen. Einigkeit bestand darin, dass die Aufklärung über die Ursachen des Antiziganismus und dessen Auswirkungen auf Mehrheit und Minderheit und über die Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in Hessen in hessischen Schulen notwendig sei.
Mehrere Umfragen zeigen, dass in Hessischen Schulen bei den o.g. Themen zumindest ein Wissensdefizit, so Adam Strauß, vorhanden ist. Die Erfahrungen zeigen aber auch, dass das Wissensdefizit auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Themen weder bzw. kaum in der Ausbildung noch in der Weiterbildung von Pädagogen angeboten werden. Die Freiwilligkeit zur Weiterbildung findet seine Grenzen, wenn die Abwehrhaltungen gegenüber der Minderheit Sinti und Roma und der Themen so groß ist und das Wissen so gering ist. Deshalb sei es absolut notwendig, dass die Themen prüfungsrelevant werden müssen, so Adam Strauß.
Neben der inhaltlichen Diskussion bezüglich der Umsetzung erachtet der Landesvorsitzende die Einberufung einer Arbeitsgruppe, in der das Land Hessen, der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen und Vertreter von hessischen Kommunen, in denen Projekte im Sinne des Rahmenübereinkommens realisiert werden konnten. Frau Schulz-Asche unterstützt diese Forderung des Landesverbands.
Adam Strauß wies im Zusammenhang mit den hessischen Schulen darauf hin, dass der Landesverband einen Informationskoffer mit Unterrichtsmaterialien im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ für Darmstädter Schulen im Jahr 2009 erstellen wird. Die Inhalte des Koffers würden vor allem einen Darmstädter Bezug haben, aber diese Form der Vermittlung könnte einen zusätzlichen Beitrag zur Aufklärung in hessischen Schulen leisten. Diese Einschätzung teilte die stellv. Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen.